Klein in der Fläche, aber gross in Vielfalt: Der Kanton Nidwalden liegt am südwestlichen Ufer des Vierwaldstättersee und dehnt sich von den Seeufern unmittelbar hinein in steile Alpenschluchten und hohe Gipfel. Das Resultat ist eine Landschaft, in der Wasser und Berge so eng zusammen gehören dass sie sogar Titelgeber der Kantonshymne sind „zwische see und heechä bäärge“
(Bildquelle Titelbild: © Pixabay / Stefan Zibung)
Der Hauptort
Der Hauptort Stans wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, doch der grosse Dorfplatz mit ordentlicher Struktur und umgeben von klassisch zentralschweizerischen Häusern ist präzise und doch einladend. Wer hierher kommt, merkt schnell: Stans war nicht zufällig politisches Zentrum, sondern hat sich im Lauf der Jahrhunderte systematisch als wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Treffpunkt des Kantons etabliert.
Zwischen Rathaus und Kirche lassen sich kleine Museen besuchen, lokale Produkte probieren oder einfach unterwegs sein – ohne Plan, aber nicht ohne Eindruck.
Aussicht hoch hinaus: Stanserhorn und Hammetschwand
Ein Stück weiter oben beginnt die spektakuläre Natur. Das Stanserhorn ist ein markanter Berg, der sich nicht nur über Wanderwege erklimmen lässt. Mit der CabriO-Bahn – einer offenen Seilbahn – geht es Schritt für Schritt in die Höhe und macht unterwegs klar, wie sehr dieser Kanton mit steilen Hängen und weiten Blicken spielt.
Direkt oberhalb des Nachbarorts Stansstad liegt der Hammetschwand Lift, Europas höchster freiliegender Aussenlift. In weniger als zwei Minuten fährt er auf ein Plateau, von dem aus sich der See, das Mittelland und die Alpen gleichzeitig zeigen. Das ist kein klassischer Aussichtspunkt – es ist ein Perspektivenwechsel.
Wasser, Wege und kleine Besonderheiten
Wer Wasser sucht, findet es hier in vielen Formen: der Vierwaldstädtersee an der nördlichen Kantonsgrenze, Bergseen auf den Hügeln, kleine Bäche als Lebensadern durch die Täler und natürlich Schnee hoch oben auf den Bergen. Familien und Wandernde schätzen etwa die Gebiete rund um Wirzweli oder Bannalp, wo Wege unterschiedlicher Länge durch sanfte Natur führen und die Berge nicht überfordern.
Am Ufer des Sees steht der Schnitzturm in Stansstad, ein mittelalterlicher Wehrturm, der von der bewegten Geschichte der Region erzählt, und oben einen ungewohnten Blick auf den See und den Bürgenstock bietet.

Dörfer, Traditionen und Klarheit
Die elf Gemeinden des Kantons funktionieren wie kleine Bühnen mit jeweils eigenem Akzent: Stans mit seinem Platz, Hergiswil mit seiner Glaskunst und kunsthandwerklichen Tradition, Buochs als Seeort mit direkten Verbindungen zur Wasserlinie. Hier sind Orte, die einzeln funktionieren und doch zusammengehören.
Nidwalden ist zudem einer der Urkantone der Schweiz: Nidwalden und Obwalden bildeten einst Unterwalden und traten schon 1291 der Alten Eidgenossenschaft bei. Der Name Unterwalden bedeutet sinngemäss «im Wald gelegen» und geht auf das lateinische „inter silvas“ zurück. Auch der Vierwaldstättersee verdankt seinen Namen den vier „Waldstädten“ (Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden) von denen allerdings nur Nidwalden den „Wald“ noch im Namen trägt.
Warum gehört Nidwalden auf die Spitzenplätze beim kantönligeischt-Ranking?
Nidwalden ist einer der wenigen Kantone mit eigener Hymne. Und dann noch eine, die auch wirklich im Kanton so gesungen wird und breit bekannt ist. Nur schon die Hymne alleine hätte einen Spitzenplatz verdient.
“Seen und hohe Berge. Die Hymne des Kantons ist die Hymne des Landes.”
Nidwalder Fan von kantönligeischt.




